Kriterien um Selbstständig zu werden

Heute schikaniert einem wieder einmal der Vorgesetzte. Da ist schnell der Entschluss gefasst, sich selbständig zu machen. Das Alter und damit die Erfahrung hat man schon erreicht, ebenso kann man über Networking und Affliances einen Großteil der Kunden mitnehmen und über die gewonnene Expertise in der ehemaligen Firma organisiert und strukturiert man die eigene Firma „ganz anders“, weil man die Fehler nicht zweimal macht. Denkt man. So ganz einfach ist es jedoch nicht, wie folgende kleine Information zeigt:

Der Fleiß für die Selbstständigkeit:

Die Idee, der Wille und der Fleiß für die Selbstständigkeit sind zu wenig, denn oft werden die Privatausgaben übersehen etwa Miete und Versicherungen oder Dinge, die man dann nicht mehr hat und für die man dann aufkommen muss etwa Dienstauto oder Spesen. Da läppern sich schnell einmal rund 70.000 Euro auf drei Jahre zusammen, denn auf diese Zeitspanne sollte man ausfinanziert sein, und als Faustformel gilt, dass ein Drittel des Startkapitals ausfinanziert sein sollte. Ein Gehaltrechner klärt erst so richtig auf, was in einem Gehalt enthalten ist und was so an Kosten noch auf einen zukommt. Daher sollte man mit Freelancern und Werkverträgen beginnen. Denn die fehlende Liquidität hat schon so manche Firma in den Konkurs geführt.

Kriterien für einen Businessplan:

Am Anfang soll ein gut strukturierter Businessplan konzipiert werden. Dann kann ins „Eingemachte“ gegangen werden. Von der Handelskammer bekommt man eine eventuelle Nachsicht für den Gewerbeschein. Diesen stellt dann das Rathaus aus. Vom Finanzamt erhält am eine UID-Nr. zugewiesen. Parallel dazu kann man seine Firma schon bei der Krankenkasse anmelden. Vor unliebsamen Vorauszahlungen, die wiederum die Liquidität hemmen, schützt die Registrierung als Kleingewerbe. Von der Wahl der Kapitalgesellschaft hängen nicht nur die Höhe der Anmeldegebühren sondern auch Haftungsfragen ab. Die Startgebühren werden meist vom Staat gefördert. Die Handelskammern erteilen darüber umfassend und bereitwillig Auskunft. Auch wenn es nicht viel ist, sollte auf die monatliche Kammerumlage nicht vergessen werden.

Fazit für die ersten Schritte in die Selbstständigkeit:

Prinzipiell wichtig ist ein Gehaltrechner. Er schützt anfangs vor Kostenfallen, die einen treffen könnten. Mit der nötigen Eigenkapitalausstattung rettet man sich über die erste erfolglose Zeit des eigenen Geschäfts. Noch besser ist es, wenn man de erste Zeit im Angestelltenverhältnis bleiben kann. Nicht nur diese Zeit wird auf die Pension angerechnet auch hat man dafür Anspruch auf Arbeitslosengeld. Nur die Zeit für die eigene Firma fehlt dann oft. Ein gut aufbereiteter Businessplan macht aus einer Idee ein nachhaltiges und greifbares Geschäft und aus der Anfangseuphorie wird nicht so schnell Frust sowie Urlaub und Krankenstand kann man sich „gönnen.“

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