Ist das Tagesgeld eine moderenere Form des Sparbuchs?
- on 02.19.12
- Tagesgeld
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Das Tagesgeld als moderne Form des Sparbuchs – so sagt und hört man das Heute vielerorts und aus vielen Mündern, doch ist diese Bezeichnung korrekt? Kann ein Tagesgeldkonto ein herkömmliches Sparbuch oder Girokonto tatsächlich ersetzen bzw. sogar verbessern?
Die Antwort ist leider nicht ganz so eindeutig formulierbar, wie die vorangestellte These. Denn tatsächlich bietet ein Tagesgeldkonto gegenüber dem normalen Sparbuch einige Vorteile wie höhere Zinsen und kostenlose Führung, jedoch ist das Tagesgeld auch absolut Abhängig von einem weiteren Konto, da nur über das Referenzkonto Ein- und Auszahlungen getätigt werden können, was natürlich klar gegen die These spricht, da dieser Umstand wohl weniger modern ist als viel mehr rückschrittlich!
Denn durch die Notwendigkeit alle Überweisungen bzw. Ein- und Auszahlungen über ein Referenzkonto zu verwalten, wird ein spontanes Handeln sowie eine schnelle und fristgerechte Bezahlung leider unmöglich. Deshalb ist das Tagesgeld als moderne Form des Sparbuchs derzeit nicht denkbar, zumindest nicht in der Form, wie es im Moment genutzt und verwaltet wird.
Ansonsten, bietet das Tagesgeldkonto, durch seinen sehr angemessenen Zinssatz und die gratis Kontoführung, sowie die Absicherung bis 100.000EUR gegen Insolvenz der Bankinstituts einige Vorteile gegenüber dem “handelsüblichen” Sparbuch.
Denn die Zinsen liegen im Regelfall immerhin über 2,00% und sind nach oben in einem Bereich bis zu knappen 3,00% aufgestellt, was im Vergleich zu normalen Sparbuchzinsen natürlich durchaus ein Gewinn sein kann.
Der Vorteil, dass für die Kontoführung (Ein- und Auszahlungen sowie Überweisungen und Bankauszüge) keine Gebühren anfallen, macht zwar tatsächlich keinen besonders großen Unterschied im Portemonnaie jedoch sollte man auch diese geringeren Beträge schätzen, wenn man auf eine so risikoarme Art und Weise anlegt, da auf diese Weise so oder so keine überdimensionalen Gewinne möglich sind!
Schließlich gibt es noch die Absicherung gegen Insolvenz des Bankinstitutes bis zu 100.000EUR die gesetzlich vorgeschrieben ist, was natürlich auch von immensem Vorteil sein kann. Zusätzlich bieten viele Banken extra und gratis dazu noch höhere Versicherungen des Guthabens für den Insolvenzfall!